27.10.2016 / Communiqués / CVP Arlesheim / , , , ,

Volles Haus in Arlesheim – Petra Gössi und Gerhard Pfister im Gespräch

An der Podiumsdiskussion der beiden Ortsparteien CVP und FDP Arlesheim hatten die beiden Parteispitzen Nationalrätin Petra Gössi (FDP) und Nationalrat Dr. Gerhard Pfister (CVP) leichtes Spiel. Beide Politgrössen konnten die Anwesenden mit interessanten Themen begeistern und zeigten sich von ihrer persönlichen und humorvollen Seite.

Nationalrätin und Parteipräsidentin der FDP Schweiz Petra Gössi und Nationalrat und Parteipräsident der CVP Schweiz Gerhard Pfister

Nationalrätin und Parteipräsidentin der FDP Schweiz Petra Gössi und
Nationalrat und Parteipräsident der CVP Schweiz Gerhard Pfister

Parteispitzer stehen Red und Antwort

Parteispitzer stehen Red und Antwort

Gerhard Pfister forderte von seiner Partei und von der Basis klare Positionen. «Wir müssen zeigen, wofür wir stehen». Das «C» im Parteiname sei ein Alleinstellungsmerkmal in der Parteienlandschaft, das keineswegs veraltet sei. «Es muss uns gelingen, das «C» ins 21. Jahrhundert zu übersetzen. Pfister wollte aber nicht von einem Kurswechsel sprechen. Ein Wandel in der Partei funktioniere nur mit der Basis. «In der Politik kann man nicht befehlen», so Pfister.

Petra Gössi ging auf das liberale Spektrum in der FDP ein, das von liberal-konservativ bis gesellschaftsliberal reicht. Alle diese liberalen Ansätze hätten Platz in der FDP und würden als Bereicherung wahrgenommen. «Uns verbindet der fundamentale Grundsatz der Freiheit und der Eigenverantwortung». Auch Petra Gössi betonte die Bedeutung der Basis in ihrer Partei. «Die FDP will sichtbar und nahe an der Basis sein.»

Beide Exponenten betonten, dass ihre Parteien in zentralen Fragestellungen übereinstimmende Positionen vertreten, namentlich in der Finanzpolitik, bei der Reform der Altersvorsorge oder bei der Unternehmenssteuerreform III. Es sei das Schicksal der Mitteparteien, dass sie sich für konstruktive Lösungen einsetzten und damit zwar häufig Abstimmungen gewinnen, aber bei den Wahlen als zu wenig pointiert wahrgenommen würden.

Zur Volksinitiative «Für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie (Atomausstiegsinitiative)», welche am 27. November 2016 zur Abstimmung gelangen wird, zeigten Petra Gössi und Gerhard Pfister dem Publikum eindrücklich und leicht verständlich die Gegenargumente auf. «Die Initiative tönt verlockend», sagte Gerhard Pfister. Tatsächlich herrsche ein Konsens über den Ausstieg aus der Atomenergie. Der Ausstiegs-Prozess sei aber wesentlich komplexer und würde mehr Zeit in Anspruch nehmen, so Pfister. Petra Gössi wies darauf hin, dass die Schweiz noch nicht bereit sei für die Annahme der Initiative. «Solange wir keine verlässlichen Alternativen haben, können wir die Atomkraftwerke nicht einfach abstellen». Neben den grossen Themen der Bundespolitik wurde auch die persönliche Seite eines Amtes an der nationalen Parteispitze diskutiert. Beide Politgrössen absolvieren ein enormes Pensum und müssen die Erholung in streng geplanten Zeitfenstern suchen.

Durch den spannenden Politabend führten die beiden Organisatoren der Ortssektionen Christina Hatebur (CVP) und Johannes Felchlin (FDP).

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